Wie lange deine Motivation anhält, kommt darauf an, auf welche Weise Du motiviert bist. In der Motivationstheorie wird grundsätzlich zwischen zwei Arten der Motivation unterschieden, einmal die extrinsische und die intrinsische Motivation. Beide Arten unterscheiden sich in bestimmten Punkten, und wenn Du langzeitig motiviert bleiben willst, um das bestmögliche in deinem Leben zu leisten, dann solltest Du erkennen, auf welche Weise Du wirklich motiviert bist. In diesem Beitrag werde ich dir die Unterscheidung darstellen und erklären, wie auch Du auf Langzeit motiviert bleibst.

Jeder von uns hat verschiedene Motive mit denen er sein Ziel verfolgt. Entweder handelt es sich dabei um extrinsische oder intrinsische Motive, die einen dazu antreiben das Ziel zu erreichen.


Was genau versteht man unter „extrinsischer und intrinsischer Motivation“?

Extrinsische Motivation
Die extrinsische Motivation entwickelt sich auf der Basis äußerer Faktoren und Antriebe. Dazu gehören vor allem materielle Anreize, wie beispielsweise ein Bonus oder eine Gehaltserhöhung, aber auch Anreize hinsichtlich des Status und der sozialen Anerkennung. Dazu gehört z.B. eine Beförderung oder ein neues Auto. Diese Art der Motivation besteht aus Lern- und Arbeitsanreizen, die mit positiven Folgen versehen sind oder negative Folgen vermeiden sollen. Die Folgen der Handlung sind dabei wichtiger als der Handlungsvollzug selbst.

Motive der extrinsischen Motivation sind:

  • affektive (gefühlsmäßige) Ebene: z.B. Lob, Anerkennung, Billigung, Angst, Identifikation
  • soziale Ebene:z.B. Zugehörigkeit, Anschluss, gesellschaftlicher Status,
  • beruflicher Erfolg, Geltung, Prestige, Geborgenheit.

Intrinsische Motivation
Die intrinsische Motivation entsteht auf der Grundlage von Faktoren, die aus dem Menschen selbst kommen. Jeder Mensch hat unterschiedliche Wertvorstellungen und Zielsetzungen, auf die sich seine Handlungen ausrichten. Jemand der intrinsisch motiviert ist und intrinsische Motive hat, schätzt vor allem die Verantwortung, die eine Tätigkeit mit sich bringt, die Entscheidungsfreiheit oder einfach die interessante Arbeit. Somit steht die intrinsische Motivation für das Lernen, Handeln oder Arbeiten aus eigenem, innerem Antrieb. Die Handlung, die aus dieser Art von Motivation entsteht, dient der persönlichen Befriedigung. Sie wird als interessant, spannend oder herausfordernd beschrieben. Faktoren wie Geld oder Bewunderung (von außen) spielen dabei keine auslösende Rolle.

Motive der intrinsischen Motivation sind:

  • Neugier, Erkundung, Anregung
  • Tätigkeit, Manipulation, Aktivität
  • Wissen, Erkenntnis, Kompetenz, Leistung

Dir müsste bereits klar sein, dass deine Motivation nicht immer gleichbleibend ist. Manchmal bist Du hoch motiviert und fängst an deine Ziele umzusetzen, dann wieder hast Du einen Durchhänger und kommst überhaupt nicht in Gang. Diese Höhen und Tiefen, die uns beim Verfolgen eines Zieles begleiten, sind ganz normal. Dennoch kann dir eine Situationsanalyse dabei helfen, herauszufinden, was für dich persönlich motivierend oder demotivierend wirkt. Schreibe dir auf, welche bestimmten Situationen dich motivieren und demotivieren. Durch so eine Situationsanalyse kannst Du dich in Zukunft besser auf deine individuellen Bedürfnisse und Wünsche einstellen.

 Hier kannst Du mehr über typische Motivatoren und Demotivatoren im Alltag erfahren.

Wie bleibt man auf Langzeit motiviert?
Um langzeitig motiviert zu bleiben, musst Du versuchen, deine intrinsischen Motive über deine extrinsischen Motive zu stellen. Die Wirkung extrinsischer Anreize nimmt einen anderen Verlauf, als die eines intrinsischen Impulses, denn extrinsische Motivation nimmt mit der Zeit deutlich ab. Ihre Wirkung muss durch Erneuerung oder Veränderung der Anreize aufrechterhalten werden. Dies bedeutet, dass entweder die „Dosis“ erhöht wird (etwa durch eine höhere Geldprämie) oder ein neuer Anreiz geschaffen werden muss. Nur wenn Du durch deinen inneren Antrieb handelst, wirst Du langzeitig die notwendige Motivation haben, um deine Ziele zu verfolgen und anschließend zu realisieren.


Fazit
Es gibt zwei Arten von Motivation, die intrinsische und die extrinsische. Intrinsische Motivation entsteht aus eigenem Antrieb (z.B. aus Interesse an der Sache), extrinsische Motivation entsteht aufgrund äußerer Antriebe (z.B. materielle Anreize). Um auf Langzeit motiviert zu bleiben, solltest Du deinen Fokus auf die intrinsische Motivation legen, denn die Wirkung der extrinsischen Motivation muss stets durch Erneuerung oder Veränderung der Anreize aufrechterhalten werden, wobei die intrinsische Motivation dauerhafter anhalten kann.


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  Über den Autor

Andreas Kern

Inhaber, Administrator sowie Chefredakteur von ErfolgsMotiv. Er interessiert sich leidenschaftlich für die Themen: Erfolg, Motivation, Persönlichkeitsentwicklung, Personal-Coaching, sowie Online-Marketing und Finanzmanagement. Sein Ziel ist es, Menschen mit seinen Beiträgen zu motivieren und zu inspirieren, um deren Leben so positiv zu bereichern.

  2 Kommentare

  1. Super Artikel! Extrinsische Motivation ist sicher nicht unbedingt etwas schlechtes, aber ich bin überzeugt, dass man die wirklich großen Taten nur mit Hilfe von intrinsischer Motivation vollenden kann.

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    • Andreas K.

      Hey Marco,

      danke für deinen Kommentar. Extrinsische Antriebe hat natürlich fast jeder, man sollte jedoch den Fokus auf die intrinsische Motivation setzen, wenn man langfristig erfolgreich und glücklich sein möchte. :)

      Beste Grüße
      Andreas

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